Der Vierjährige, der im Himmel Jesus traf

Der Vierjährige, der im Himmel Jesus trafble2kl

Konrad Ege schreibt zu dem Film “Heaven Is for Real”: Es geht um eine angeblich wahre Geschichte, wie ein amerikanischer Knabe ein Nahtoderlebnis hatte. Seiner Erzählung nach hat Jesus ein Regenbogenpferd, der Heilige Geist schimmert bläulich, auch habe er Maria, Petrus und Gott getroffen. In den USA feiert der Film über das Nahtoderlebnis eines Vierjährigen Erfolge. Das Extremphänomen hat grosse Konjunktur in Amerika.

Das Thema liegt im Trend: In den USA interessieren sich die Menschen zunehmend fürs Jenseits und das Phänomen Nahtoderfahrung. Nicht alle Theologen sind begeistert. In christlichen Talkshows wurden Todd und Colton gefeiert. Sie machten Menschen Hoffnung, erklärte Megakirchenpastor T. D. Jakes von der Potters House-Kirche im texanischen Dallas.

Das Buch lag im Trend, erläutert Historiker Gary Scott Smith, Autor der Studie “Der Himmel in der amerikanischen Vorstellung”. Zahlreiche derartige Werke seien in den vergangenen Jahren erschienen. Das Bild vom Jenseits habe sich dabei den gesellschaftlichen Umständen angepasst, sagte Smith. Heutzutage sei der Himmel in der Vorstellung vieler oft so etwas wie ein “grosses Entertainment-Center”. Und Gott sei der Psychologe, der seelische Wunden heile.

Protestantische Christen in den USA waren lange skeptisch und sahen Nahtoderfahrungen als esoterische New-Age-Fantasien. Bis 2004 ein Buch des Baptistenpredigers Don Piper für Aufsehen sorgte: Er sei nach einem Autounfall 90 Minuten lang im Himmel gewesen, berichtete er, die Strassen dort seien tatsächlich aus Gold. 2010 erschien dann der Bestseller “Der Junge, der vom Himmel zurückkam” über den sechsjährigen Alex Malarkey, der ähnlich wie Colton Burpo den Himmel besucht haben will.

Nur ganz selten berichten die Menschen mit Nahtoderfahrungen von der Hölle – was wohl die spirituelle Landschaft widerspiegelt. Bei einer Umfrage des Fernsehsenders CBS erklärten im April 2014 mehr als drei Viertel der Befragten, sie glaubten, dass ein Himmel existiere. Von diesen Gläubigen erwarteten 82 Prozent sicher, dorthin zu kommen. Nur zwei Prozent meinten, sie kämen in die Hölle.

Das sagt die Wissenschaft zu Nahtoderfahrungen

Auch die Wissenschaft beschäftigt sich mit Nahtoderfahrungen. Die Neurologin Jimo Borjigin an der Universität von Michigan hat 2013 bei Versuchen mit Ratten festgesellt, dass deren Gehirn kurz vor dem Verenden extrem aktiv wird. Einige Forscher erklären Nahtodzustände auch als Halluzinationen etwa infolge von Sauerstoffmangel im Gehirn oder der Ausschüttung von Stresshormonen in Extremsituationen.

Der Arzt Sam Parnia von der Universität Stony Brook in New York vertritt in seinem Buch über Wiederbelebung (“Erasing Death”) die Ansicht, die Medizin müsse sich intensiver mit dem sogenannten Nahtod befassen: Dank medizinischer Fortschritte habe sich der Zeitraum zwischen Eintreten des Todes und potenzieller Wiederbelebung deutlich verlängert.

Manche US-Theologen aber bleiben skeptisch: Wer an die Bibel glaube, brauche solche Geschichten nicht, urteilt etwa der baptistische Theologe Todd Brady: Der “Himmel” in “Heaven Is for Real” sei wohl “eher ein Produkt des Denkens moderner Amerikaner”. Bis heute könnten Nahtoderfahrungen nicht eindeutig und schlüssig erklärt werden, erklärte die Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW) in Berlin.

Der Begriff Nahtoderfahrung wurde vor allem geprägt durch die Arbeiten des 1944 geborenen US-amerikanischen Arztes Raymond Moody, der in den 70er-Jahren den Bestseller “Leben nach dem Tod” schrieb. Zur Bekanntheit des Phänomens in der breiteren Öffentlichkeit trug die aus der Schweiz stammende Psychiaterin und Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross (1926–2004) bei. >>> Weiterlesen … 

  • Selbst Atheisten kennen sogenannte Nahtoderlebnisse, allerdings gibt es dann weder einen Himmel noch eine Hölle. Dafür gibt es eine neutrale Rundumsicht, durch alle Wände hindurch, in das Bewusstsein von Ärzten und Personal, man hört jedes Wort, kann sich jede Berührung merken, und vieles mehr.
  • Die hier im Artikel erwähnten Nahtoderlebnisse sind reinen Fantasien und Wunschdenken zu verdanken, nicht einem tatsächlichen Erlebnis. Man denke hier an religiösen Fanatismus und Massenhypnose, an falsche Erinnerungen und Ferneinflüsse, bis hin zu morphischen Feldern.
  • Goldene Strassen im Himmel müssen wie die Gestalten von Petrus, Maria, Jesus und Gott eingestuft werden. Niemand kann irgendetwas sehen, was er nicht zuvor auf der Erde schon einmal gesehen hat. Erst dieser optische Eindruck erweckt die Illusion, sich im Himmel oder ggf. sogar in der Hölle zu befinden. Kommt ein Regenbogenpferd dazu, muss auch an Comics und Zeichentrickfilme gedacht werden, wie Thor und Captain America, wie alle über die in allen Farben glitzernde Regenbogenbrücke zwischen Erde und Asgard reiten. Nur vorgefertigte Bilder können gesehen werden. Logik ist unfähig ohne irgendeine Inaugenscheinnahme eigenständige Fantasie zu entwickeln.
  • Hinzu kommt die weltweite Vernetzung aller Emotionen. D.h. eine Person in einer Nahtodposition kann auch alle Emotionen, und damit auch Gedanken, Gefühle, Ängste etc. von allen Personen im eigenen Umfeld wahrnehmen. Ferner von allen Personen die man jemals berührt hat, oder auch nur Sichtkontakt hatte.

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