Im Vatikan geht die Angst vor der Häresie um

Im Vatikan geht die Angst vor der Häresie um, die Angst wenn es um Himmel und Hölle geht, oder wenn es zur Heiligkeit der Ehe kommt. Das Hauptproblem ist die Frage, ob Wiederverheiratete wieder zur Kommunion gehen dürfen. Bei diesem Thema geht es um Kirchenrecht und das katholische Menschenbild. Ratzinger, der 1972 einen Aufsatz schrieb zum Thema “Zur Frage nach der Unauflöslichkeit der Ehe” plädiert jetzt, im Ruhestand, wieder für die “Unauflöslichkeit der Ehe”.

So ist die Lage: In den Heiligen Ländern kämpfen Christen gegen einen islamischen Sturm ums Überleben, und die Weltkirche berät über die Liberalisierung der Sexualmoral. Lt. Bibel lehnt Jesus in der Bergpredigt die Regel der Thora ab, nach der ein Scheidungsbrief (des Mannes an die Frau!) unter bestimmten Bedingungen erlaubt war. Immer wieder betont er in Variationen diesen Satz: “Was Gott verbunden hat, das soll der Mensch nicht lösen.” Zur Begründung beschwört er die Schöpfungsgeschichte. Gott erschafft Mann und Frau, der Idealzustand zu Beginn – Mann und Frau, die sich ergänzen, die ein Fleisch werden, um Nachkommen zu zeugen und im Bund mit ihm zusammenbleiben für immer. Eine Annulierung der Erst-Ehe kam nur dann in Frage, wenn sie ohne den Wunsch und Aussicht auf Nachkommen geschlossen wurde.

Für radikale Ansichten dieser Art nahm einst Clemens VII. in Kauf dass er auf England verzichtete und akzeptierte die Abspaltung der anglikanischen Kirche unter Heinrich VIII.. Die kirchliche Ehe sei der Bund der Eheleute mit Gott, eine Verabredung für die Ewigkeit. Geschiedene Katholiken sehen die Lage anders, sie wünschen sich die zweite Chance, möchten vor allem wieder an der Kommunion teilnehmen, was ihnen als geschiedenen Wiederverheirateten verwehrt bleibt, da sie in Sünde leben.

Die Furcht geht um im Vatikan, “jeder misstraut jedem.” Das kann die Kirche zerreissen. Wenn die Ehe nicht mehr als unauflösbar gelte, dann sei ein zentrales Sakrament aus dem Glauben entfernt. Als nächstes käme dann wohl die Abschaffung des Zölibates, dann die Schwulenehe, ein Dammbruch. “Es wäre Häresie”. Franziskus offeriert in einem Interview eine kostenlose und unbürokratische Hilfe zu diesem Problem: Die Annulierung.

Quelle: Die Welt

  • Auch der moderne Katholik will nicht begreifen, welcher Art der psychologischen Folter er durch seinen blinden Glauben unterworfen wird. Einer Religion, die sich durch Massenmord an der Urbevölkerung weltweit etablierte, sollte der moderne aufgeklärte Mensch den Rücken zukehren. Hätte der Christengott alle Menschen erschaffen, so wie er es behauptet, dann gäbe es nur Katholiken und nur glückliche Ehen, niemals gäbe es Zwiespalt, Scheidung und Scheidungswaise. Dass dem nicht so ist, sieht man auf Tagesbasis.
  • Annulierungen der Ehe sind nicht neu, im Adel wurde es immer wieder einmal praktiziert. Warum also nicht auf Otto-Normalbürger übertragen? Schon die Ehe von Eleonore von Kastilien wurde annuliert. Als zweite Gemahlin von Alvons IV. war sie von 1329 bis 1336 Königin von Aragon. Joseph Kennedy II. liess die Ehe annulieren ohne seine Frau darüber zu informieren. Die Ehe von Albert I. von Monaco wurde 1880 annuliert. Auch die Ehe von Prinzessin Caroline Grimaldi von Monaco wurde am 2. Febr. 1992 annuliert. Die 1957 geschlossene Ehe von Prinz Henri von Bourbon-Orleans mit Herzogin Marie-Thérèse wurde trotz der gemeinsamen fünf Kinder im März 2009 annuliert.
  • Man könnte es auch so ausdrücken, was dem kath. Adel erlaubt ist, sollte dem kath. Fussvolk ebenfalls zugänglich gemacht werden. Ansonsten sollte der Blindgläubige eine Trennung von seiner Kirche in Betracht ziehen.

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